Mila Fair Clothing

Die Näherei ist ein Lichtblick im südindischen Textilverarbeitungsort, denn hier arbeiten die Näher*innen zu fairen Arbeitsbedingungen.
Als Girish Krishnan im Jahre 2012 Mila Fair Clothing gründete, war klar, dass hier etwas Besonderes entstehen sollte. Im Gegensatz zu den vorherrschenden schlechten Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, wollte Girish Krishnan zeigen, dass es auch anders geht.
Mila Fair Clothing ist ein kleiner Betrieb mit 15 Mitarbeitenden, die fest angestellt sind und faire und existenzsichernde Löhne erhalten, die deutlich über dem offiziellen Mindestlohn liegen. Es gibt geregelte Arbeitszeiten und es wird besonders großen Wert auf Arbeitssicherheit gelegt.
Mila Fair Clothing stellt auch die Altersvorsorge der Mitarbeitenden sicher und sorgt für Schulungen und Weiterbildungen.
Doch damit nicht genug, denn Mila setzt sich für eine transparente Wertschöpfungskette ein. Deshalb werden die Rohmaterialien von zertifizierten Baumwollkooperativen und Stoffverarbeitungsbetrieben eingekauft. Auf diese Weise schafft Mila eine komplett transparente und faire Produktionskette von der Bio-Baumwolle über die Weiterverarbeitung bis zum Nähen der Textilien.
Zu den Kund*innen von Mila zählen vor allem innovative und nachhaltige Start-ups. Hier entstehen kleine Kollektionen nach GOTS und Fairtrade – Standard.
Quellen
Mila Fair Clothing
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Weitere Infos
Get Lazy – Lieferant MILA Fair Trade Clothing, Indien (2015)
https://www.youtube.com/watch?v=n3ZuCqwD9GU
E mit D Untertitel; 05:00 Minuten
Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit
- Warum ist dies eine Geschichte des nachhaltigen Handelns?
- Welche Veränderungen erreichte Mila Fair Clothing? Warum sind geregelte Arbeitszeiten und existenzsichernde Löhne etwas Besonderes?
- Wie wichtig ist Euch Kleidung und Mode? Wie oft kauft Ihr neue Kleidung? Und worauf achtet Ihr beim Einkauf? (zum Beispiel Preis, Aussehen, Qualität, Marke, Empfehlungen, bestimmte Siegel oder Standards wie Öko-Tex oder Fair Trade, Herstellungsland)
Arbeitsaufträge
- Schaut Euch das Etikett in Eurem T-Shirt, Hemd/Bluse, Pullover, Jeans … an: Wo kommt das Kleidungsstück her? Recherchiert, welche Herstellungsschritte notwendig sind, um z.B. ein T-Shirt herzustellen, wo diese stattfinden und welche ökologischen und sozialen Probleme dabei auftreten.
- Recherchiert, welche Kriterien der Faire Handel hat und was dies für die Menschen bedeutet.
- Überlegt weitere Lösungsmöglichkeiten. Wer kann was tun? Die Produzent*innen, die Firmen, Gesetzgeber*innen, Konsument*innen. Haltet Eure Ideen auf einem Plakat fest.
Links zu Unterrichtsmaterial
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Amt für MÖWe der Ev. Kirche von Westfalen: Die letzte Chance – das Exit Fast Fashion online Escape-Game
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Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit: Mode für den Müll? Der Preis von Fast Fashion (Videoclip und Begleitmaterial)
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BMZ: Ein T-Shirt geht auf Reisen
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Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz): Geht’s auch fair? Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie – Bildungsmaterial für Sek2 und berufliche Bildung
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Brot für die Welt: Made in Bangladesh (Film und Begleitmaterial)
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Christliche Initiative Romero: Wie unfair ist das denn!? – Material für Multiplikator/-innen zur Arbeit mit Auszubildenden zu (un)fairer Arbeitskleidung
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NETZ Partnerschaft für Entwicklung und Gerechtigkeit e. V.: Textilindustrie – Globale Chancen und Herausforderungen
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Umwelt im Unterricht: Wer zahlt für meine Kleidung?