Autor: maryam@GloSto

Klimaklage Kolumbien

Klimaklage Kolumbien

25 Kinder und Jugendliche haben die Regierung Kolumbiens verklagt, weil der Staat nichts gegen den Klimawandel unternimmt. Das Gericht gab ihnen Recht und forderte einen Stopp der Rodungen im Amazonasgebiet.

Weil Kolumbiens Regierung nichts gegen die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes getan hat, verklagte eine Gruppe von 25 jungen Kolumbianer*innen zwischen 7 und 26 Jahren den Staat. Sie begründeten ihre Klage damit, dass die Zerstörung des Regenwaldes und des dadurch entstehenden Treibhauseffekts ihr verfassungsmäßiges Recht auf Leben und Gesundheit massiv beeinträchtigt wird. Denn obwohl Kolumbien besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist, wird das Amazonasbecken immer weiter zerstört.

Im Jahr 2018 gab Kolumbiens oberstes Gericht den jungen Kolumbianer*innen Recht. Zum ersten Mal wurde damit das Amazonasgebiet als juristische Person anerkannt, das heißt, wie ein Mensch oder ein Unternehmen behandelt. Wer ihr Schaden zufügt kann dafür bestraft werden.

Weiterhin forderte das Gericht den kolumbianischen Staat auf, einen Aktionsplan zu erarbeiten, durch den die Rodung des Regenwaldes bis 2020 komplett gestoppt werden kann. Denn dazu hatte sich Kolumbien beim Klimagipfel in Paris im Jahr 2015 verpflichtet.

Schnell wurde den jungen Aktivist*innen klar, dass der Kampf mit dem Urteil noch nicht vorbei ist. Zwar wurde im folgenden Jahr weniger Wald gerodet als zuvor, doch nach wie vor schreitet die Zerstörung des Regenwaldes voran. Deshalb haben die jungen Aktivist*innen nun einen Bericht über die Verstöße an den Obersten Gerichtshof von Bogotá geschickt, wo ihre Klage ursprünglich eingereicht worden war.

Und während sie auf eine Antwort des Obersten Gerichtshofs warten, arbeiten sie an weiteren Vorschlägen für den Schutz des Amazonasgebietes. Sie fordern, dass das Thema Klimawandel in den Lehrplan aufgenommen wird. Außerdem möchten sie, dass die Abholzung des Regenwalds in Echtzeit in einer App gezeigt wird.

Klimaklagen:

Umweltschützer und vom Klimawandel betroffene Bürger*innen ziehen zunehmend vor Gericht. Sie wollen Ölkonzerne haftbar machen und Regierungen auf mehr Klimaschutz verpflichten. Zum Teil mit Erfolg: Der Ölkonzern Shell wurde in Den Haag dazu verurteilt, seinen CO2-Ausstoß bis 2030 deutlich zu verringern. In Südafrika konnte durch eine Klimaklage der Bau eines Braunkohlekraftwerks gestoppt werden.

Quellen

Land

4.4779,-72.7734

Klimaklage Kolumbien

Weitere Infos

Germanwatch: Was ist eine Klimaklage? | Anwältin Roda Verheyen erklärt
https://www.youtube.com/watch?v=ecKBlfInhL0
D; 5:35 Minuten

Arte: Können Klimaklagen die Welt retten?
https://www.youtube.com/watch?v=sHPwIjoKZ0A
D; 10:42 Minuten

Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

  • Warum haben die Kinder und Jugendlichen den kolumbianischen Staat verklagt?
  • Was bedeutet das Urteil für den Schutz des Regenwaldes?
  • Sind Klimaklagen ein geeignetes Mittel, um Veränderungen zu erreichen?

Arbeitsaufträge

  • Recherchiert die Bedeutung des Regenwaldes im Kampf gegen den Klimawandel.
  • Findet heraus, wofür Regenwaldflächen gerodet werden.
  • Untersucht die Zukunftsprognosen von Klimaforscher*innen für die Entwicklung des Klimas in den nächsten 100 Jahren.
  • Recherchiert Lösungsansätze für den Klimaschutz.

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Saúl Luciano Lliuya

Saúl Luciano Lliuya

Foto: By Alexander Luna – Archivo personal del fotógrafo peruano Alexander Luna., CC BY-SA 4.0, Link

Klimaklage aus Peru: Der Bauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya verklagt den Braunkohlekonzern RWE als größten CO₂-Emittenten Europas. Er wirft dem Konzern vor, für das Schmelzen der Gletscher in seinem Land mitverantwortlich zu sein und will erreichen, dass RWE Schutzmaßnahmen gegen den Klimawandel in seiner Heimat bezahlt.

 

Der peruanische Bauer Saúl Luciano Lliuya lebt seit vielen Generationen mit seiner Familie in der Stadt Huaraz in den Anden. Die Stadt liegt am Fuße eines riesigen Gletschers an einem Bergsee. Saúl ist Bergführer und Kleinbauer und konnte sein Leben lang beobachten, dass der Gletscher durch die Erderwärmung immer schneller schmilzt. Für Saúls Familie und die Stadt Huaraz ist das eine große Gefahr, denn der Wasserspiegel des Bergsees steigt gefährlich an.

Schmilzt der Gletscher weiter, können von ihm große Eisblöcke abbrechen und eine Flutwelle auslösen, die 50.000 Menschen rund um die Stadt Huaraz gefährden würde. Nur ein Staudamm kann die Stadt vor dieser Gefahr schützen.

Mit Unterstützung der Umweltorganisation Germanwatch und der Stiftung Zukunftsfähigkeit hat Saúl Luciano Lliuya deshalb den deutschen Energiekonzern RWE verklagt. RWE erzeugt Strom aus Kohle. Damit ist er der größte CO2Verursacher Europas und für fast 0,5 % des weltweiten CO2Ausstoßes verantwortlich. Genauso groß soll der Anteil sein, den RWE für die erforderlichen Schutzmaßnahmen in Huaraz zahlen soll. Das wären zwar nur knapp 20.000 Euro für RWE, dennoch hätte ein Schuldspruch weitreichende Folgen: er könnte viele andere Betroffene zu Klimaklagen animieren.

Der Rechtsstreit wird am Oberlandesgericht Hamm ausgetragen. Die Klage wurde nicht abgewiesen, sondern ist in die Beweisaufnahme gestartet. Damit hat erstmals ein Gericht bejaht, dass prinzipiell ein privates Unternehmen für seinen Anteil an der Verursachung klimabedingter Schäden verantwortlich ist.

Es wird noch dauern, bis eine endgültige Entscheidung des Gerichtes gefallen ist. Aber die Chancen stehen nicht schlecht.

Klimaklagen:

Umweltschützer*innen und vom Klimawandel betroffene Bürger*innen ziehen zunehmend vor Gericht. Sie wollen Ölkonzerne haftbar machen und Regierungen auf mehr Klimaschutz verpflichten. Zum Teil mit Erfolg: Der Ölkonzern Shell wurde in Den Haag dazu verurteilt, seinen CO2-Ausstoß bis 2030 deutlich zu verringern. In Kolumbien verklagten 25 Jugendliche 2018 erfolgreich Teile der Regierung, weil diese nicht genug gegen die Abholzung kolumbianischer Wälder unternehmen.

100 Firmen verursachen 70 % des CO2-Ausstoßes

RWE ist eine der 100 Firmen, die zusammengenommen für rund 70 Prozent des industriellen CO2-Ausstoßes weltweit verantwortlich sind. (Carbon Majors Report 2017)

Quellen

Land

-9.52985,-77.529

Saúl Luciano Lliuya

Peru

Weitere Infos

DW: Klima-Klage aus Peru:
Bauer verklagt RWE
(D; 4:14 Minuten)
https://www.youtube.com/watch?v=p6bJ5tCj_Fw

Letzte Chance für das Klima
(D; 44:15 Minuten)
https://www.youtube.com/watch?v=FH0tqKxdi6k

Germanwatch: Der Fall Huaraz: Saúl gegen RWE – für die Menschen in Huaraz & globale Klimagerechtigkeit (D; 6:11 Minuten)
https://www.youtube.com/watch?v=qx_3N7owNMk

Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

  • Warum klagt Saúl Luciano Lliuya ausgerechnet gegen den Energiekonzern RWE?
  • Sollten Firmen, die besonders viel CO2 ausstoßen, für die Schäden haften?
  • Viele Länder, die besonders unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben, tragen nichts zum Klimawandel bei. Welche Pflichten ergeben sich daraus für die Verursacher-Länder?

    Arbeitsaufträge

    • Recherchiert Informationen über weitere aktuelle Klimaklagen. Sammelt Argumente für und gegen die Klagen und versucht einen eigenen Standpunkt dazu zu finden.
    • Recherchiert, welche Länder einen besonders großen Anteil am weltweiten CO2Ausstoß haben und welche Länder besonders unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben.
    • Untersucht die Zukunftsprognosen von Klimaforscher*innen für die Entwicklung des Klimas in den nächsten 100 Jahren.
    • Recherchiert Lösungsansätze für den Klimaschutz.

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    Hilda Flavia Nakabuye

    Hilda Flavia Nakabuye

    Die Klimaaktivistin gründete Fridays for Future Uganda, die heute größte Jugendbewegung in Ostafrika.

    „Meine größte Angst ist, dass Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen nicht handeln und nach Lösungen für die Klimakrise suchen. Ich habe Angst, dass es die Zukunft, für die ich gerade kämpfe, nicht mehr geben wird wegen Nichts-Tun.“

    Die junge Aktivistin Hilda Flavia Nakabuye musste mit 11 Jahren aus ihrem Heimatdorf in die Hauptstadt fliehen. Der Wassermangel im Dorf hatte das Überleben dort unmöglich gemacht. Der verheerende Wechsel zwischen Dürre und Flut seit Beginn des Jahrhunderts bringt lebensfeindliche Zustände ins Land, während Unmengen an Müll Flora und Fauna vergiften.

    Im Jahr 2017 nahm Hilda Nakabuye als junge Studentin an einem Klimadialog der Green Climate Campaign Africa (GCCA) an der Kampala Universität teil. Danach entschloss sie sich, gegen die Umweltverschmutzung und die Folgen des Klimawandels in ihrem Heimatland zu kämpfen und dafür selbst eine Bewegung zu gründen.

    Hilda Nakabuye gründete eine „Green Climate“-Gruppe an der Universität Kampala, die inzwischen auf 70 Mitglieder angewachsen ist. Die Gruppe organisiert Plastikmüll-Sammelaktionen am Victoriasee und macht Aktionen, um Menschen, besonders Jugendliche, über die Ursachen und Folgen des Klimawandels zu informieren und zu sensibilisieren.

    Im Februar 2019 stellte sich Hilda Flavia Nakabuye zum ersten Mal ganz alleine in der ugandischen Hauptstadt Kampala auf die Straße und demonstrierte für Klimaschutz. Das war der Beginn von „Fridays for Future Uganda“. Nakabuye und ihre Klimaaktivist*innen mobilisieren eine starke Jugendbewegung, die dringende Maßnahmen gegen die Klimakrise fordert. Die Bewegung „Fridays for Future Uganda“ ist heute die größte Jugendbewegung in Ostafrika. Über 50.000 junge Menschen, darunter 52 Schulen und fünf Universitäten und eine breite Öffentlichkeit in Uganda, Sierra Leone, Angola, Gabun, Nigeria und Kenia beteiligen sich mittlerweile an der Bewegung.

    2019 nahm Hilda an der Klimakonferenz in Madrid teil und hielt dort unter anderem eine Rede, in der sie auf die Auswirkungen der Klimakrise auf ihre Heimat aufmerksam machte.

    Die afrikanischen Länder tragen zum Klimawandel am wenigsten bei, werden aber am meisten darunter leiden

    Trotz des Pariser Klimaabkommens nehmen die CO₂-Emissionen in vielen Ländern immer weiter zu. Insbesondere Industrie- und Schwellenländer sind die größten Emissionsverursacher. Für rund 80 % der Emissionen sind die G20-Staaten (Gruppe der wirtschaftsstärksten Industrie- und Schwellenländer) verantwortlich. Die größten Verursacher sind China, die Vereinigten Staaten und die EU. Der gesamte Kontinent Afrika ist nur für 4% der weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich.

    (Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/umwelt-energie/umwelt/G20_CO2.html

    Entwicklung und Zusammenarbeit: https://www.dandc.eu/de/article/afrika-ist-grossen-klimarisiken-ausgesetzt-traegt-aber-selbst-wenig-zur-erderhitzung-bei

    Quellen

    1.5818,32.6953

    Hilda Flavia Nakabuye

    Indonesien/Bali

    Land

    Web | Social Media

    Weitere Infos

    Botschaften aus dem Süden E, 2:01 Min.
    https://www.youtube.com/watch?v=wgpYF9iV0tg

    COP25 Speech | Hilda Flavia Nakabuye
    E, 5:43 Min.
    https://www.youtube.com/watch?v=wgpYF9iV0tg

    C40 World Mayors Summit 2019: Hilda Flavia Nakabuye E, 04:28 Min.
    https://www.youtube.com/watch?v=OF7vT3cmC3g

    Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

    • Wofür setzt sich Hilda ein und was wirft sie den Regierenden vor?
    • Was bedeutet das „1,5-Grad-Ziel”?
    • Warum ist es wichtig das „1,5-Grad-Ziel” einzuhalten?

      Arbeitsaufträge

      • Recherchiert, mit welchen Folgen des Klimawandels Uganda bereits jetzt zu kämpfen hat.
      • Untersucht die Zukunftsprognosen von Klimaforscher*innen für die Entwicklung des Klimas in den nächsten 100 Jahren.
      • Recherchiert Lösungsansätze für den Klimaschutz.

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      Fridays For Future

      Fridays For Future

      © Fridays for Future Deutschland

      Weltweit Schulstreiks für Klimagerechtigkeit

      Ihr sagt, ihr liebt eure Kinder über alles. Und doch stehlt ihr vor ihren Augen ihre Zukunft.

      „Ich will, dass ihr handelt, als würde das Haus brennen. Denn es brennt.“

      Greta Thunberg

      „Fridays for Future“ ist eine weltweite Bewegung, die sich für mehr Klimaschutz einsetzt.

      Die Schwedin Greta Thunberg begann im August 2018 damit, ihren Schulunterricht zu bestreiken, bis Schweden das Klimaabkommen von Paris umsetzt. Sie postete den Hashtag #FridaysforFuture, um auch andere Schüler*innen auf ihren Protest aufmerksam zu machen.

      Seitdem streiken freitags Schüler*innen auf der ganzen Welt anstatt zur Schule zu gehen. Sie protestieren für umfassende, schnelle und wirksame Klimaschutzmaßnahmen, um das auf der Weltklimakonferenz in Paris 2015 im Weltklimaabkommen beschlossene 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen noch einhalten zu können. Bei dem Weltklimaabkommen haben sich fast alle Länder der Welt darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu beschränken, nämlich auf 1,5 Grad Celsius. Doch in der Realität sind sie weit davon entfernt.

      Deshalb fordert Fridays for Future mit den Schulstreiks eine Politik, die die Klimakrise ernsthaft angeht. Sie fordern die Politiker*innen auf, die wissenschaftlichen Erkenntnisse des IPCC (Weltklimarat) endlich ernst zu nehmen.

      Beim ersten weltweit organisierten Klimastreik am 15. März 2019 nahmen ca 2 Mio. Menschen an den Demonstrationen teil. Auch am 24. September 2021 haben in mehr als 92 Ländern und 1500 Städten auf der ganzen Welt Millionen von Menschen auf der Straße für Klimagerechtigkeit protestiert.

      Mittlerweile haben sich zahlreiche weitere Zusammenschlüsse gebildet, die die Forderungen unterstützen: Eltern gründeten das Netzwerk „Parents for Future“. Außerdem gibt es „Students for Future“, „Artists for Future“, und auch Wissenschaftler*innen haben sich der Bewegung als „Scientists for Future“ angeschlossen.

      In vielen Städten gibt es Ortsgruppen die Aktionen, Infoveranstaltungen und Demonstrationen organisieren.

      IPCC

      Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ist eine Institution der Vereinten Nationen. In seinem Auftrag tragen Fachleute weltweit regelmäßig den aktuellen Kenntnisstand zum Klimawandel zusammen und bewerten ihn aus wissenschaftlicher Sicht.

      Laut IPCC wird bis zum Jahr 2100 mit einer Erhöhung der durchschnittlichen Erdtemperatur zwischen 1,0°C (im Falle einer aktiven und erfolgreichen Klimapolitik) und 6,3°C (wenn keine Reduktion der Treibhausgase erfolgt) gerechnet. (Vierter Sachstandsbericht des IPCC aus dem Jahr 2007: https://www.ipcc.ch/assessment-report/ar4/)

      Die Zeit drängt! Der neueste Sachstandsbericht des IPCC macht deutlich, dass die Emissionen schon in den nächsten 30 Jahren auf Netto-Null gebracht werden müssen, um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen. (Deutsches Klimakonsortium: https://klimasimulationen.de/weltklimarat/)

      Quellen

      • 59.3251,18.0711

        Fridays For Future

        Schweden

      • 50.2893,9.4922

        Fridays For Future

        Deutschland

      • -36.5979,-72.7734

        Fridays For Future

        chile

      • 39.6395,35.5078

        Fridays For Future

        Türkei

      • -6.3153,111.0938

        Fridays For Future

        Indonesien

      • 0.0879,37.3535

        Fridays For Future

        Kenia

      • 1.4940,32.8711

        Fridays For Future

        Uganda

      • 14.3495,121.9922

        Fridays For Future

        Philippinen

      • -28.3817,23.6426

        Fridays For Future

        Südafrika

      • 38.8226,-8.2617

        Fridays For Future

        Portugal

      • 39.3683,-107.5781

        Fridays For Future

        USA

      • -40.4469,173.4082

        Fridays For Future

        Newseeland

      • 24.2069,91.5820

        Fridays For Future

        Bangladesh

      • 51.9443,18.4570

        Fridays For Future

        Polen

      Land

      Web | Social Media

      Weitere Infos

      Rede von Greta Thunberg bei Weltwirtschaftsgipfel in Davos 2019
      E mit D Untertitel; 2:49 Min.
      Video auf zeit.de

       Was hat Fridays For Future bisher erreicht? | klima:check (Deutsch, 11:14 Min.)
      https://www.youtube.com/watch?v=MuXRFQEUx8I

      Fridays for Future (Deutsch, 4:36 Min.)
      https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=6UNt-JYSfyo

      Film “Ich bin Greta“ (Deutsch, 28:45 Min.)
      https://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?reihe=1730&film=11359

      Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

      • Warum ist es den Schüler*innen wichtig zu streiken und was werfen sie den Regierenden vor?
      • Was bedeutet das „1,5-Grad-Ziel”?
      • Warum ist es wichtig das „1,5-Grad-Ziel” einzuhalten?
      • Sind Schulstreiks ein legitimes Mittel, um politisch aktiv zu werden?

      Arbeitsaufträge

      • Recherchiert, welche Forderungen „Fridays for Future“ in Deutschland hat.
      • Untersucht die Zukunftsprognosen von Klimaforscher*innen für die Entwicklung des Klimas in den nächsten 100 Jahren.
      • Recherchiert Lösungsansätze für den Klimaschutz.

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      Bioleft

      Bioleft

      Foto: ©johoo – stock.adobe.com

      Mit einer Open-Source-Lizenz richtet sich das argentinische Netzwerk gegen die Privatisierung von Saatgut.

      Inspiriert von dem Prinzip einer „quelloffenen“ Lizenz im Softwarebereich, gründete sich in Argentinien die Initiative Bioleft, mit dem Ziel, Saatgut durch eine Open-Source-Lizenz vor Privatisierung zu schützen.

      Weltweit gibt es immer mehr Patente auf Saatgut, die sich in den Händen weniger multinationaler Saatgutfirmen befinden. Auch die sogenannten „alten“ Sorten fallen darunter. Denn eine Sorte kann nicht nur vom Züchter registriert werden, sondern auch von der Person, die sie „entdeckt“ hat. Dies kann dazu führen, dass Sorten, die in ländlichen Gemeinden seit Generationen angebaut, gehandelt und weitergegeben werden, nicht mehr frei verwendet werden können, denn die Saatgutfirmen verlangen, dass die Bäuer*innen  für das dann patentierte Saatgut bezahlen müssen. Diese Situation wird als „Biopiraterie“ bezeichnet.

      Das argentinische Netzwerk Bioleft möchte dieser Entwicklung ein anderes System entgegensetzen: eine Open-Source-Lizenz auf Saatgut. Ähnlich wie die Creative-Commons-Lizenzen, von Autoren und Künstlern, kann Saatgut dann frei genutzt werden. Für die Bäuer*innen bedeutet das, dass sie über das Saatgut, das seit Generationen angebaut wird, weiterhin die Kontrolle haben.  Sie können das Saatgut frei nutzen, Vermehren und züchten. Bei jeder Weitergabe des Saatguts werden an die Empfänger*innen die gleichen Rechte und Pflichten übertragen. Die Sorte bleibt also Gemeingut für alle!

      Bioleft unterstützt weiterhin die Forschung und Weiterentwicklung von Saatgut. Dabei arbeitet die Initiative mit Wissenschaftler*innen, Universitäten und Landwirt*innen zusammen. Weiterentwickelte und neugezüchtete Sorten haben natürlich auch die Open-Source-Lizenz.

      Was sind Saatgut-Patente?

      Patente auf Pflanzen und Nutztiere ermöglichen es Firmen wie Monsanto, Dupont, Syngenta, Bayer und BASF, sich die alleinigen Rechte an Pflanzen und Tieren zu sichern. Besitzen Firmen diese Patente, bestimmen sie, unter welchen Bedingungen die Pflanzen und Tiere genutzt werden dürfen.

      Quellen

      -39.7748,-66.9727

      Bioleft

      Argentinien

      Land

      Web | Social Media

      Weitere Infos

      Bioleft Open Seeds:
      https://www.youtube.com/watch?v=j3Eai65MpA0
      (E, 2:03 Min.)

      Nancy Rodríguez, cacique diaguita: „Compartir semillas nativas habla de soberanía alimentaria“:
      https://www.youtube.com/watch?v=YvH46UWHyVI
      (SP mit E Untertitel, 1:27 Min.)

      Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

      • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
      • Welche Veränderung erreicht Bioleft mit Open-Source-Lizenzen für die Bäuer*innen?
      • Welche Bedeutung hat Saatgut für uns Menschen?

      Arbeitsaufträge

      • Recherchiert die Bedeutung und Folgen von Saatgutpatenten und Biopiraterie.
      • Was sind die Argumente von Agrarkonzernen für Patente in der Landwirtschaft und was sind die Gegenargumente? Erstellt ein Plakat mit Pro- und Contra-Argumenten und diskutiert die Argumente.
      • Recherchiert, welche Aktivitäten und Initiativen es zur Sicherung von freiem Saatgut    es in Deutschland gibt.

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      MASIPAG

      MASIPAG

      Foto: https://www.weltagrarbericht.de | Foto: Achim Pohl

      Gemeingut statt Patente: Philippinische Reisbäuer*innen und Wissenschaftler*innen arbeiten Hand in Hand.

      MASIPAG ist ein philippinisches Netzwerk von Reisbäuer*innen und Wissenschaftler*innen. Ihr Ziel ist es, lokal angepasste Reissorten zu erhalten, weiterzuentwickeln und dadurch unabhängig von Saatgutkonzernen zu bleiben.

      Alles begann auf einer Konferenz im Jahr 1986, bei der Reisbäuer*innen und Wissenschaftler*innen die Folgen der „Grünen Revolution“ diskutierten: Die Mehrzahl der bäuerlichen Familienbetriebe hatte sich auf den Anbau von patentierten Hochertragssorten in Verbindung mit chemischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln eingelassen.

      Ein Großteil der traditionellen Reissorten war dadurch verloren gegangen. Die Situation der Kleinbäuer*innen hatte sich aber nicht verbessert – im Gegenteil: Die Hochertragssorten erreichen nur unter bestmöglichen Bedingungen hohe Erträge, denn sie sind meist nicht an die lokalen Bedingungen angepasst. Das führte zu Ernteausfällen und fehlenden Nahrungsmitteln. Darüber hinaus mussten die Reisbäuer*innen immer teurer werdendes Saatgut kaufen, denn die Samen aus der eigenen Ernte zu nutzen, wie bei lokalem Saatgut üblich, ist bei patentiertem Saatgut verboten.

      Einige Bauernorganisationen und Wissenschaftlern*innen gründeten deshalb gemeinsam das Netzwerk MASIPAG, um eine alternative Landwirtschaft zu entwickeln, die auf Vielfalt und Selbstbestimmung beruht. Sie ist heute so erfolgreich, dass sie vielen zum Vorbild geworden ist.

      Das Besondere an MASIPAG ist, dass die Reisbäuer*innen diejenigen sind, die die Kontrolle über das Saatgut haben. Saatgut und die gesammelten Kenntnisse bei der Züchtung und Weiterentwicklung ist Gemeingut: es steht allen zur Verfügung.

      Und so arbeitet MASIPAG: Möchte ein Dorf beitreten, muss erst ein Versuchsfeld zur Verfügung gestellt werden. Darauf pflanzen die Reisbäuer*innen zusammen mit MASIPAG-Züchtungstrainer*innen mindestens 50 verschiedene Reissorten ohne chemische Pflanzenschutzmittel oder Gentechnik an. Sie beobachten und bewerten deren Wachstum und wählen nach jeder Saison die besten Sorten aus. Auf diese Weise erhalten sie lokal angepasste Reissorten, die gute Erträge bringen.

      Der so entstandene Schatz an Saatgut wird in gemeinschaftlichen Saatgutbanken gelagert und immer wieder neu ausgesät und weiterentwickelt. Inzwischen haben sich rund 60 Bauernorganisationen mit etwa 35.000 Reisbäuer*inne als Mitglieder MASIPAG angeschlossen, und jedes Jahr werden es mehr. In ihren Saatgutbanken bewahrt und pflegt MASIPAG inzwischen weit über 2000 Reissorten.

      In den letzten 100 Jahren sind weltweit rund 75 % aller Nutzpflanzenarten verschwunden.

      Was sind Saatgut-Patente?
      Patente auf Pflanzen und Nutztiere ermöglichen es Firmen wie Monsanto, Dupont, Syngen-ta, Bayer und BASF, sich die alleinigen Rechte an Pflanzen und Tieren zu sichern. Besitzen Firmen diese Patente, bestimmen sie, unter welchen Bedingungen sie genutzt werden dürfen.

      Quellen

      13.6246,122.4316

      MASIPAG

      Philippinen

      Land

      Web | Social Media

      Weitere Infos

      Zukunftsfelder philippinische Bauern im Klimawandel: https://www.youtube.com/watch?v=ZrYKoRM37hU
      (Deutsch; 1,54 Minuten)

      MASIPAG
      https://www.youtube.com/watch?v=EoZ0asmvK7I
      (Deutsch; 13:12 Minuten)

      Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

      • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
      • Welche Veränderungen hat MASIPAG erreicht?
      • Welche Bedeutung hat Saatgut für uns Menschen?

      Arbeitsaufträge

      • Recherchiert die Bedeutung und Folgen von Saatgutpatenten.
      • Was sind die Argumente von Agrarkonzernen für die Gentechnik in der Landwirtschaft und was sind die Gegenargumente? Erstellt ein Plakat mit Pro und Contra-Argumenten und diskutiert die Argumente.
      • Recherchiert, welche Aktivitäten und Initiativen es zur Sicherung von freiem Saatgut es in Deutschland gibt.

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      Seed Savers Network Kenya

      Seed Savers Network Kenya

      Bäuer*ìnnen sichern und erhalten Saatgut lokaler Sorten und kämpfen für eine unabhängige Nahrungsmittelproduktion.

      2009 gaben Daniel Wanjama und seine vier Kollegen ihre Jobs im Landwirtschaftsministerium auf, um das Seed Savers Network zu gründen. Gemeinsam mit einigen Kleinbäuer*innen rund um den Ort Gilgil in der Region Nakuru setzte sich Seed Savers Network Kenya für einen freien Zugang zu Saatgut ein.

      Damit stemmten sie sich gegen eine von der Regierung geförderte Landwirtschaft, die auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut und industrielle Landwirtschaft setzte.

      Statt ihr eigenes lokales Saatgut zu verwenden, sollten die Bäuer*innen patentiertes Saatgut von großen Saatgutunternehmen kaufen. Dies führte dazu, dass alte Sorten nicht mehr vermehrt wurden und auf diese Weise verloren gingen. Hinzu kam, dass die Bäuer*innen immer wieder Geld für neues Saatgut aufbringen mussten, denn die Samen aus der eigenen Ernte zu nutzen, wie bei lokalem Saatgut üblich, ist bei patentiertem Saatgut verboten.

      Das Ziel von Seed Saver Network ist es, lokales Saatgut zu erhalten und für alle zugänglich zu machen. Denn abgesehen von der Zerstörung der Saatgutvielfalt, benötigt patentiertes Saatgut Düngemittel und chemische Pflanzenschutzmittel. Das führt zu Umweltzerstörung, Verseuchung von Trinkwasser und Krankheiten bei den Bäuer*innen.

      Das Seed Savers Network Kenya hat Saatgutbanken in 40 Dörfern errichtet. Von jeder Ernte lagern die Bäuer*innen einen Teil des Samens in der Saatgutbank ein. Die hier aufbewahrten Samen liefern genug Saatgut, um in der nächsten Saison zu säen, sie an andere Nicht-Mitgliedsbauern im Dorf zu verkaufen und auf Saatgutmessen auszutauschen. Ungefähr 10 % der Samen werden immer in der Saatgutbank behalten, um sicherzustellen, dass auch bei Ernteausfällen Samen für die nächste Aussaat zur Verfügung steht.

      Jede Saatgutbank veranstaltet jährlich eine Saatgutmesse im Dorf, um Saatgut zu verkaufen und die Erhaltung und Nutzung lokaler Sorten zu fördern.

      10 Jahre nach seiner Gründung hat Seed Savers Network Kenya ein Netzwerk von über 50.000 Bäuer*innen aufgebaut, die das Saatgut lokaler Sorten in lokalen Saatgutbanken sichern und erhalten. So haben die Bäuer*innen die Kontrolle über die Grundlagen ihrer Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung wieder zurückerobert.

      Was sind Saatgut-Patente?

      Patente auf Pflanzen und Nutztiere ermöglichen es Firmen wie Monsanto, Dupont, Syngenta, Bayer und BASF, sich die alleinigen Rechte an Pflanzen und Tieren zu sichern. Besitzen Firmen diese Patente, bestimmen sie, unter welchen Bedingungen sie genutzt werden dürfen.

      Quellen

      -0.1318,36.0461

      Seed Savers Network Kenya

      Kenia

      Land

      Web | Social Media

      Weitere Infos

      Seed Savers Network Keny
      (Englisch mit dt. Untertitel; 2,47 Minuten)
      https://www.youtube.com/watch?v=NU0IBTWckB4

      Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

      • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
      • Welche Veränderungen hat das Seed Savers Network Kenya erreicht?
      • Welche Bedeutung hat Saatgut für uns Menschen?

        Arbeitsaufträge

        • Recherchiert die Bedeutung und Folgen von Saatgutpatenten.
        • Was sind die Argumente von Agrarkonzernen für die Gentechnik in der Landwirtschaft und was sind die Gegenargumente? Erstellt ein Plakat mit Pro und Contra-Argumenten und diskutiert die Argumente.
        • Recherchiert, welche Aktivitäten und Initiativen zur Sicherung des freien Saatgutes gibt es in Deutschland.

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        Isabel und Melati Wijsen

        Isabel und Melati Wijsen

        2013 gründeten zwei junge Schwestern die Initiative „Bye Bye Plastic Bags“, die alle Plastiksäcke von Bali verbannen will. Ihr Ziel haben sie so gut wie erreicht.

        “Lasst euch von niemandem einreden, dass ihr zu jung seid oder die Dinge nicht versteht! Wir Kinder sind vielleicht nur 25% der Weltbevölkerung, aber gleichzeitig sind wir zu 100% die Zukunft!”

        Die Schwestern Isabel und Melati Wijsen waren 10 und 12 Jahre alt, als im Jahr 2013 alles begann. Sie lebten mit ihrer Familie auf Bali, eigentlich ein Paradies. Doch Isabel und Melati fiel auf, dass je nach Strömung der Strand und das Meer voller Plastik waren.

        Dagegen wollten sie etwas tun und erreichen, dass auf Bali Plastiktüten abgeschafft werden. Als erste Aktion starteten sie eine Online-Petition, die innerhalb der ersten 24 Stunden von mehr als 6000 Menschen unterschrieben wurde. Dann suchten sie sich Unterstützung und schlossen sich mit anderen Kindern und Jugendlichen zusammen: die Initiative „Bye Bye Plastic Bags“ war geboren.

        Es folgten Online- und Offlinepetitionen, sie hielten Präsentationen in ihrer eigenen Schule und anderen Bildungseinrichtungen, sie gingen auf Märkte und Festivals, um dort ein Bewusstsein für das Müllproblem zu schaffen, sammelten Plastikmüll von Straßen und Stränden und verteilten alternative Einkaufstüten an die Menschen auf Bali (Tüten aus Zeitungspapier oder aus 100% organischem Material, die auf der Insel hergestellt werden).

        Mit diesen Aktivitäten erreichten sie bereits eine große Öffentlichkeit. Doch die Politiker waren noch nicht bereit, das Plastikproblem anzugehen. 2014 beschlossen die Schwestern in einen Hungerstreik zu treten, bis der Gouverneur von Bali bereit war, ihnen zuzuhören. Nach nur zwei Tagen wurden sie zum Gouverneur gebeten. Weitere Treffen folgten und schließlich unterschrieb Balis Regierung im Jahr 2015 die Vereinbarung, Plastiktüten bis 2018 abzuschaffen.

        Im Jahr 2017 organisierte „Bye Bye Plastic Bags“ mit mehr als 12 000 Freiwilligen die bisher größte Strandsäuberung von Bali. Sie organisierten öffentlichkeitswirksame Aktionen und boten Workshops in Schulen an.

        Ihr Ziel haben die beiden Schwestern so gut wie erreicht: Seit Juni 2019 sind Einwegprodukte aus Plastik wie Tüten, Trinkhalme und Geschirr verboten. Bali ist der Lösung des Müllproblems ein Stück nähergekommen. Und inzwischen ist die Initiative „Bye Bye Plastic Bags“ zu einer internationalen Bewegung von Jugendlichen in vielen Ländern geworden.

        Quellen

        -8.1027,115.0928

        Isabel und Melati Wijsen

        Indonesien/Bali

        Land

        Web | Social Media

        Weitere Infos

        Melati Wijsen and The Power of The Youth
        EN mit EN Untertitel; 3:10 Min.
        https://www.youtube.com/watch?v=IlXA821llQc

        Teens Want To Ban Plastic Bags In Bali
        EN mit EN Untertitel; 2:59 Min.
        https://www.youtube.com/watch?v=oiRUfY6z1OQ

        Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

        • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
        • Welche Ziele haben sich die Schwestern gesetzt und mit welchen Mitteln haben sie diese erreicht?
        • Wie könnten Schüler*innen in Deutschland – zum Beispiel in der Schule- auf das Plastikproblem aufmerksam machen?

          Arbeitsaufträge

          • Recherchiert Ausmaß, Ursachen und Auswirkungen von Plastik im Meer und stellt sie in einer Mindmap dar.
          • Diskutiert mögliche Lösungsansätze für das Plastikproblem und ordnet sie in Eurer Mindmap zu.

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          Nemonte Nenquimo

          Nemonte Nenquimo

          Eine indigene Aktivistin aus dem ecuadorianischen Amazonasgebiet, kämpft für Menschen- und Umweltrechte.

          Nemonte Nenquimo ist zu einer der bekanntesten indigenen Stimmen Ecuadors geworden, wenn es darum geht, das Amazonasgebiet vor seiner wirtschaftlichen Ausbeutung zu schützen.

          Die heute 35-jährige Aktivistin ist in dem Ort Nemonpare, einem Teil des Territoriums der Waorani-Gemeinde im Amazonasgebiet aufgewachsen, wo ihre Familie bis heute lebt. Die Eltern schickten sie auf eine Missionsschule in die Hauptstadt Quito, um an einem College zu studieren. Sie fühlte sich jedoch von den Missionaren gezwungen, ihre Sprache und ihre indigene Identität aufzugeben. Deshalb brach sie die Schule ab und kehrte in ihr Dorf zurück.

          Die Waorani-Gemeinde besteht aus fast 5.000 Menschen und lebt auf einem 800.000 Hektar großen Territorium. Doch das Leben der Gemeinde ist bedroht durch Ölausbeutung, Abholzung, Wasserverschmutzung und Brandstiftung.

          Als Nemonte 2011 feststellte, dass benachbarte indigene Gemeinschaften die gleichen Probleme hatten, begann sie mit Wasserprojekten zur Erhaltung von sauberem Trinkwasser. Sie gründete 2015 die Ceibo Alliance, in der sich vier indigene Völker aus dem ecuadorianischen Amazonasgebiet zusammenschlossen: A’i Kofan, Siekopai, Siona und Waorani. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, um den Regenwald und die Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung zu schützen.

          Denn die ecuadorianische Regierung wollte mehr als 2.000 Quadratkilometer tropischen Regenwald an Ölkonzerne verkaufen, davon waren 180.000 Hektar Waorani-Territorium betroffen. Zusammen mit der Alianza Ceibo klagte Nemonte Nenquimo gegen die ecuadorianische Regierung. Vor Gericht ging es vor allem darum, dass sich die ecuadorianische Regierung nicht vollständig mit den dort lebenden Menschen abgestimmt hat, bevor sie versucht hat, das Land zu verkaufen. Im Jahr 2018 gewannen

          Nemonte Nenquimo und die Alianza Ceibo den Prozess.  Der ecuadorianischen Regierung wurde untersagt, das Land zu verkaufen. Damit hat Nemonte Nenquimo Geschichte geschrieben, denn sie hat nicht nur große Teile des Amazonas Regenwaldes vor Abholzung und Ölbohrungen gerettet, sondern auch ein Zeichen für die Rechte der indigenen Bevölkerung gesetzt.

          Nach diesem Erfolg setzt sich Nemonte Nenquimo weiterhin für den Erhalt des Regenwaldes und die Rechte der indigenen Bevölkerung im Amazonasgebiet ein.

          Im Oktober 2020 wurde ein Brief an die Regierenden der Welt von Nemonte Nenquimo im Guardian veröffentlicht (Nemonte Nenquimo „This is my message to the western world – your civilisation is killing life on Earth“ Guardian, 12.10.2020. https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/oct/12/western-worldyour-civilisation-killing-life-on-earth-indigenous-amazon-planet) Dieser Brief eignet sich für den Einsatz im Unterricht und steht hier in Englisch, Deutsch und Spanisch als Download zur Verfügung.

          Quellen

          -1.0436,-75.9100

          Nemonte Nenquimo

          Ecuador

          Land

          Web | Social Media

          Weitere Infos

          Nemonte Nenquimo I TIME100 2020;
          E/SP; 2:19 Min.

          https://www.youtube.com/watch?v=L42ZY_wmscM

          Nemonte Nenquimo, 2020 Goldman Environmental Prize, Ecuador; E; 4:50 Min.

          https://www.youtube.com/watch?v=tl4LAwHkaYM

          Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

          • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
          • Warum sind indigene Völker abhängig von einer intakten Umwelt?
          • Inwiefern sind Menschen in Deutschland von ihrer Umwelt und den natürlichen Lebensgrundlagen abhängig?
          • Wie sind die Menschen in Deutschland mit den Problemen indigener Völker verbunden?

              Arbeitsaufträge

              • Recherchiert die Auswirkungen von Ölförderung im Regenwald.
              • Lest den Brief von Nemonte Nenquimo und diskutiert die Rechte indigener Völker und ihre Rolle als Partner und Wegweiser für Klima- und Umweltschutz.

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              Felix – The Climate Store

              Felix – The Climate Store

              Die schwedische Lebensmittelmarke „Felix“ zeigt, wie einfach es sein kann, klimafreundliche Entscheidungen zu treffen, wenn die Produkte klar mit ihrem jeweiligen CO2-Fußabdruck gekennzeichnet sind.

              Inmitten des Stockholmer Einkaufsviertels steht ein ganz besonderer Supermarkt: Felix- Climate Store – der erste Lebensmittelladen der Welt, in dem sich der „Preis“ jedes Produktes danach richtig, wieviel CO2 bei Herstellung, Verpackung und Transport des Produktes ausgestoßen wurde. Je mehr CO2-Ausstoß, desto höher die Umweltbelastung … und folglich auch der Preis.

              Jedes Produkt ist also mit einem Preis versehen, der aus der verursachten Umweltbelastung errechnet wurde. Die Produkte werden mit einer „Klimawährung“ namens CO2e (CO2-Äquivalente) bezahlt. Jeder Person, die bei „Felix- The Climate Store“ einkauft, steht ein Wochenbudget von 18,9 kg CO2e zur Verfügung. Dies ist der maximale wöchentliche Pro-Kopf-Verbrauch, der eingehalten werden muss, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens – nämlich die Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 – zu erreichen.

              Das hat zur Folge, dass Kund*innen Lebensmittel sorgfältig auswählen und Angebote mit einem höheren CO2-Fußabdruck vermeiden, um ihr Budget nicht zu sprengen.

              Für alle werden die Umweltkosten jedes Produktes sichtbarer und es zeigt sich: Produkte wie „Felix‘ traditionelle Fleischbällchen“ bleiben im Regal liegen, während die neuen pflanzlichen Alternativen ausverkauft sind.

              Die Nahrungsmittelproduktion ist für fast ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

              Quelle: IPCC-Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme (SRCCL 2019)

              Quellen

              59.3251,18.0711

              Felix – The Climate Store

              Schweden/Stockholm

              Land

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              Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

              • Warum ist es schwierig zu wissen, welche Lebensmittel positive oder negative Umweltauswirkungen haben?
              • Ist die Kennzeichnung klimafreundlicher Produkte eine geeignete Strategie für klimafreundlichen Konsum?

              Arbeitsaufträge

              • Recherchiert den CO2 Ausstoß für die Herstellung von 3 Produkten, die Ihr für Euer Frühstück benötigt.
              • Kauft im Globalen Supermarkt globalersupermarkt.de ein und findet heraus, was die Produkte wirklich kosten.

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              Globales Klassenzimmer Aachen
              Eine Welt Forum Aachen e. V.
              An der Schanz 1
              52064 Aachen
              www.globalesklassenzimmer-aachen.de
              www.1wf.de

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