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Autor: maryam@GloSto

Seed Savers Network Kenya

Seed Savers Network Kenya

Bäuer*ìnnen sichern und erhalten Saatgut lokaler Sorten und kämpfen für eine unabhängige Nahrungsmittelproduktion.

2009 gaben Daniel Wanjama und seine vier Kollegen ihre Jobs im Landwirtschaftsministerium auf, um das Seed Savers Network zu gründen. Gemeinsam mit einigen Kleinbäuer*innen rund um den Ort Gilgil in der Region Nakuru setzte sich Seed Savers Network Kenya für einen freien Zugang zu Saatgut ein.

Damit stemmten sie sich gegen eine von der Regierung geförderte Landwirtschaft, die auf den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut und industrielle Landwirtschaft setzte.

Statt ihr eigenes lokales Saatgut zu verwenden, sollten die Bäuer*innen patentiertes Saatgut von großen Saatgutunternehmen kaufen. Dies führte dazu, dass alte Sorten nicht mehr vermehrt wurden und auf diese Weise verloren gingen. Hinzu kam, dass die Bäuer*innen immer wieder Geld für neues Saatgut aufbringen mussten, denn die Samen aus der eigenen Ernte zu nutzen, wie bei lokalem Saatgut üblich, ist bei patentiertem Saatgut verboten.

Das Ziel von Seed Saver Network ist es, lokales Saatgut zu erhalten und für alle zugänglich zu machen. Denn abgesehen von der Zerstörung der Saatgutvielfalt, benötigt patentiertes Saatgut Düngemittel und chemische Pflanzenschutzmittel. Das führt zu Umweltzerstörung, Verseuchung von Trinkwasser und Krankheiten bei den Bäuer*innen.

Das Seed Savers Network Kenya hat Saatgutbanken in 40 Dörfern errichtet. Von jeder Ernte lagern die Bäuer*innen einen Teil des Samens in der Saatgutbank ein. Die hier aufbewahrten Samen liefern genug Saatgut, um in der nächsten Saison zu säen, sie an andere Nicht-Mitgliedsbauern im Dorf zu verkaufen und auf Saatgutmessen auszutauschen. Ungefähr 10 % der Samen werden immer in der Saatgutbank behalten, um sicherzustellen, dass auch bei Ernteausfällen Samen für die nächste Aussaat zur Verfügung steht.

Jede Saatgutbank veranstaltet jährlich eine Saatgutmesse im Dorf, um Saatgut zu verkaufen und die Erhaltung und Nutzung lokaler Sorten zu fördern.

10 Jahre nach seiner Gründung hat Seed Savers Network Kenya ein Netzwerk von über 50.000 Bäuer*innen aufgebaut, die das Saatgut lokaler Sorten in lokalen Saatgutbanken sichern und erhalten. So haben die Bäuer*innen die Kontrolle über die Grundlagen ihrer Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung wieder zurückerobert.

Was sind Saatgut-Patente?

Patente auf Pflanzen und Nutztiere ermöglichen es Firmen wie Monsanto, Dupont, Syngenta, Bayer und BASF, sich die alleinigen Rechte an Pflanzen und Tieren zu sichern. Besitzen Firmen diese Patente, bestimmen sie, unter welchen Bedingungen sie genutzt werden dürfen.

Quellen

-0.1318,36.0461

Seed Savers Network Kenya

Kenia

Land

Web | Social Media

Weitere Infos

Seed Savers Network Keny
(Englisch mit dt. Untertitel; 2,47 Minuten)
https://www.youtube.com/watch?v=NU0IBTWckB4

Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

  • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
  • Welche Veränderungen hat das Seed Savers Network Kenya erreicht?
  • Welche Bedeutung hat Saatgut für uns Menschen?

    Arbeitsaufträge

    • Recherchiert die Bedeutung und Folgen von Saatgutpatenten.
    • Was sind die Argumente von Agrarkonzernen für die Gentechnik in der Landwirtschaft und was sind die Gegenargumente? Erstellt ein Plakat mit Pro und Contra-Argumenten und diskutiert die Argumente.
    • Recherchiert, welche Aktivitäten und Initiativen zur Sicherung des freien Saatgutes gibt es in Deutschland.

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    Isabel und Melati Wijsen

    Isabel und Melati Wijsen

    2013 gründeten zwei junge Schwestern die Initiative „Bye Bye Plastic Bags“, die alle Plastiksäcke von Bali verbannen will. Ihr Ziel haben sie so gut wie erreicht.

    “Lasst euch von niemandem einreden, dass ihr zu jung seid oder die Dinge nicht versteht! Wir Kinder sind vielleicht nur 25% der Weltbevölkerung, aber gleichzeitig sind wir zu 100% die Zukunft!”

    Die Schwestern Isabel und Melati Wijsen waren 10 und 12 Jahre alt, als im Jahr 2013 alles begann. Sie lebten mit ihrer Familie auf Bali, eigentlich ein Paradies. Doch Isabel und Melati fiel auf, dass je nach Strömung der Strand und das Meer voller Plastik waren.

    Dagegen wollten sie etwas tun und erreichen, dass auf Bali Plastiktüten abgeschafft werden. Als erste Aktion starteten sie eine Online-Petition, die innerhalb der ersten 24 Stunden von mehr als 6000 Menschen unterschrieben wurde. Dann suchten sie sich Unterstützung und schlossen sich mit anderen Kindern und Jugendlichen zusammen: die Initiative „Bye Bye Plastic Bags“ war geboren.

    Es folgten Online- und Offlinepetitionen, sie hielten Präsentationen in ihrer eigenen Schule und anderen Bildungseinrichtungen, sie gingen auf Märkte und Festivals, um dort ein Bewusstsein für das Müllproblem zu schaffen, sammelten Plastikmüll von Straßen und Stränden und verteilten alternative Einkaufstüten an die Menschen auf Bali (Tüten aus Zeitungspapier oder aus 100% organischem Material, die auf der Insel hergestellt werden).

    Mit diesen Aktivitäten erreichten sie bereits eine große Öffentlichkeit. Doch die Politiker waren noch nicht bereit, das Plastikproblem anzugehen. 2014 beschlossen die Schwestern in einen Hungerstreik zu treten, bis der Gouverneur von Bali bereit war, ihnen zuzuhören. Nach nur zwei Tagen wurden sie zum Gouverneur gebeten. Weitere Treffen folgten und schließlich unterschrieb Balis Regierung im Jahr 2015 die Vereinbarung, Plastiktüten bis 2018 abzuschaffen.

    Im Jahr 2017 organisierte „Bye Bye Plastic Bags“ mit mehr als 12 000 Freiwilligen die bisher größte Strandsäuberung von Bali. Sie organisierten öffentlichkeitswirksame Aktionen und boten Workshops in Schulen an.

    Ihr Ziel haben die beiden Schwestern so gut wie erreicht: Seit Juni 2019 sind Einwegprodukte aus Plastik wie Tüten, Trinkhalme und Geschirr verboten. Bali ist der Lösung des Müllproblems ein Stück nähergekommen. Und inzwischen ist die Initiative „Bye Bye Plastic Bags“ zu einer internationalen Bewegung von Jugendlichen in vielen Ländern geworden.

    Quellen

    -8.1027,115.0928

    Isabel und Melati Wijsen

    Indonesien/Bali

    Land

    Web | Social Media

    Weitere Infos

    Melati Wijsen and The Power of The Youth
    EN mit EN Untertitel; 3:10 Min.
    https://www.youtube.com/watch?v=IlXA821llQc

    Teens Want To Ban Plastic Bags In Bali
    EN mit EN Untertitel; 2:59 Min.
    https://www.youtube.com/watch?v=oiRUfY6z1OQ

    Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

    • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
    • Welche Ziele haben sich die Schwestern gesetzt und mit welchen Mitteln haben sie diese erreicht?
    • Wie könnten Schüler*innen in Deutschland – zum Beispiel in der Schule- auf das Plastikproblem aufmerksam machen?

      Arbeitsaufträge

      • Recherchiert Ausmaß, Ursachen und Auswirkungen von Plastik im Meer und stellt sie in einer Mindmap dar.
      • Diskutiert mögliche Lösungsansätze für das Plastikproblem und ordnet sie in Eurer Mindmap zu.

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      Nemonte Nenquimo

      Nemonte Nenquimo

      Eine indigene Aktivistin aus dem ecuadorianischen Amazonasgebiet, kämpft für Menschen- und Umweltrechte.

      Nemonte Nenquimo ist zu einer der bekanntesten indigenen Stimmen Ecuadors geworden, wenn es darum geht, das Amazonasgebiet vor seiner wirtschaftlichen Ausbeutung zu schützen.

      Die heute 35-jährige Aktivistin ist in dem Ort Nemonpare, einem Teil des Territoriums der Waorani-Gemeinde im Amazonasgebiet aufgewachsen, wo ihre Familie bis heute lebt. Die Eltern schickten sie auf eine Missionsschule in die Hauptstadt Quito, um an einem College zu studieren. Sie fühlte sich jedoch von den Missionaren gezwungen, ihre Sprache und ihre indigene Identität aufzugeben. Deshalb brach sie die Schule ab und kehrte in ihr Dorf zurück.

      Die Waorani-Gemeinde besteht aus fast 5.000 Menschen und lebt auf einem 800.000 Hektar großen Territorium. Doch das Leben der Gemeinde ist bedroht durch Ölausbeutung, Abholzung, Wasserverschmutzung und Brandstiftung.

      Als Nemonte 2011 feststellte, dass benachbarte indigene Gemeinschaften die gleichen Probleme hatten, begann sie mit Wasserprojekten zur Erhaltung von sauberem Trinkwasser. Sie gründete 2015 die Ceibo Alliance, in der sich vier indigene Völker aus dem ecuadorianischen Amazonasgebiet zusammenschlossen: A’i Kofan, Siekopai, Siona und Waorani. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, um den Regenwald und die Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung zu schützen.

      Denn die ecuadorianische Regierung wollte mehr als 2.000 Quadratkilometer tropischen Regenwald an Ölkonzerne verkaufen, davon waren 180.000 Hektar Waorani-Territorium betroffen. Zusammen mit der Alianza Ceibo klagte Nemonte Nenquimo gegen die ecuadorianische Regierung. Vor Gericht ging es vor allem darum, dass sich die ecuadorianische Regierung nicht vollständig mit den dort lebenden Menschen abgestimmt hat, bevor sie versucht hat, das Land zu verkaufen. Im Jahr 2018 gewannen

      Nemonte Nenquimo und die Alianza Ceibo den Prozess.  Der ecuadorianischen Regierung wurde untersagt, das Land zu verkaufen. Damit hat Nemonte Nenquimo Geschichte geschrieben, denn sie hat nicht nur große Teile des Amazonas Regenwaldes vor Abholzung und Ölbohrungen gerettet, sondern auch ein Zeichen für die Rechte der indigenen Bevölkerung gesetzt.

      Nach diesem Erfolg setzt sich Nemonte Nenquimo weiterhin für den Erhalt des Regenwaldes und die Rechte der indigenen Bevölkerung im Amazonasgebiet ein.

      Im Oktober 2020 wurde ein Brief an die Regierenden der Welt von Nemonte Nenquimo im Guardian veröffentlicht (Nemonte Nenquimo „This is my message to the western world – your civilisation is killing life on Earth“ Guardian, 12.10.2020. https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/oct/12/western-worldyour-civilisation-killing-life-on-earth-indigenous-amazon-planet) Dieser Brief eignet sich für den Einsatz im Unterricht und steht hier in Englisch, Deutsch und Spanisch als Download zur Verfügung.

      Quellen

      -1.0436,-75.9100

      Nemonte Nenquimo

      Ecuador

      Land

      Web | Social Media

      Weitere Infos

      Nemonte Nenquimo I TIME100 2020;
      E/SP; 2:19 Min.

      https://www.youtube.com/watch?v=L42ZY_wmscM

      Nemonte Nenquimo, 2020 Goldman Environmental Prize, Ecuador; E; 4:50 Min.

      https://www.youtube.com/watch?v=tl4LAwHkaYM

      Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

      • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
      • Warum sind indigene Völker abhängig von einer intakten Umwelt?
      • Inwiefern sind Menschen in Deutschland von ihrer Umwelt und den natürlichen Lebensgrundlagen abhängig?
      • Wie sind die Menschen in Deutschland mit den Problemen indigener Völker verbunden?

          Arbeitsaufträge

          • Recherchiert die Auswirkungen von Ölförderung im Regenwald.
          • Lest den Brief von Nemonte Nenquimo und diskutiert die Rechte indigener Völker und ihre Rolle als Partner und Wegweiser für Klima- und Umweltschutz.

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          Felix – The Climate Store

          Felix – The Climate Store

          Die schwedische Lebensmittelmarke „Felix“ zeigt, wie einfach es sein kann, klimafreundliche Entscheidungen zu treffen, wenn die Produkte klar mit ihrem jeweiligen CO2-Fußabdruck gekennzeichnet sind.

          Inmitten des Stockholmer Einkaufsviertels steht ein ganz besonderer Supermarkt: Felix- Climate Store – der erste Lebensmittelladen der Welt, in dem sich der „Preis“ jedes Produktes danach richtig, wieviel CO2 bei Herstellung, Verpackung und Transport des Produktes ausgestoßen wurde. Je mehr CO2-Ausstoß, desto höher die Umweltbelastung … und folglich auch der Preis.

          Jedes Produkt ist also mit einem Preis versehen, der aus der verursachten Umweltbelastung errechnet wurde. Die Produkte werden mit einer „Klimawährung“ namens CO2e (CO2-Äquivalente) bezahlt. Jeder Person, die bei „Felix- The Climate Store“ einkauft, steht ein Wochenbudget von 18,9 kg CO2e zur Verfügung. Dies ist der maximale wöchentliche Pro-Kopf-Verbrauch, der eingehalten werden muss, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens – nämlich die Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 – zu erreichen.

          Das hat zur Folge, dass Kund*innen Lebensmittel sorgfältig auswählen und Angebote mit einem höheren CO2-Fußabdruck vermeiden, um ihr Budget nicht zu sprengen.

          Für alle werden die Umweltkosten jedes Produktes sichtbarer und es zeigt sich: Produkte wie „Felix‘ traditionelle Fleischbällchen“ bleiben im Regal liegen, während die neuen pflanzlichen Alternativen ausverkauft sind.

          Die Nahrungsmittelproduktion ist für fast ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.

          Quelle: IPCC-Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme (SRCCL 2019)

          Quellen

          59.3251,18.0711

          Felix – The Climate Store

          Schweden/Stockholm

          Land

          Web | Social Media

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          Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

          • Warum ist es schwierig zu wissen, welche Lebensmittel positive oder negative Umweltauswirkungen haben?
          • Ist die Kennzeichnung klimafreundlicher Produkte eine geeignete Strategie für klimafreundlichen Konsum?

          Arbeitsaufträge

          • Recherchiert den CO2 Ausstoß für die Herstellung von 3 Produkten, die Ihr für Euer Frühstück benötigt.
          • Kauft im Globalen Supermarkt globalersupermarkt.de ein und findet heraus, was die Produkte wirklich kosten.

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          Wenn ich aufgebe, wird das Land zur Wüste

          Wenn ich aufgebe, wird das Land zur Wüste

          Foto: EARTHWORKS, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

          Eine indigene Kleinbäuerin stellt sich gegen den Goldabbau.

          Sie ist 1,50 m groß, besuchte nie eine Schule und nimmt es doch mit einem der größten Bergbaukonzerne der Welt auf.

          Die indigene Kleinbäuerin Máxima Acuña de Chaupe ist 50 Jahre alt und lebt mir ihrer Familie in einer kleinen Hütte im nordperuanischen Hochland. Hier, auf über 3000 Meter Höhe, hält sie Schafe und Hühner und baut Kartoffeln und Gemüse an. In der Nähe befinden sich mehrere Lagunen und Alpakas grasen unweit des Hauses.

          Máximas Land liegt genau in dem Gebiet, in dem Gold abgebaut werden soll. Bereits seit 1993 baut das US-amerikanische Bergbauunternehmen Newmont Mining im peruanischen Hochland Gold ab. Nun sollten weitere Flächen für den Goldabbau genutzt werden: Das Conga Projekt. Seit 2010 hatte das Unternehmen rund um das Dorf Sorochuco bereits 5400 Hektar aufgekauft. Auch Maxima bekam ein Kaufangebot. „Sie sagen, die Bergseen sind gefüllt mit Gold“, sagt Máxima. Doch sie weiß auch, was das bedeutet: der Goldabbau würde die Bergseen zerstören und die Umgebung vergiften. Dabei sind die Bergseen die Trinkwasserquelle für die umliegenden Gemeinden. Schon jetzt muss der Wasserverbrauch in der nahegelegenen Stadt Cajamarca begrenzt werden. Die Region, die eigentlich vom Bergbau profitieren sollte, ist mittlerweile die ärmste Perus.

          Máxima lehnte das Angebot ab. Seitdem versucht das Unternehmen sie unter Druck zu setzen: Minenpersonal, unterstützt von Polizisten drangen in ihr Land ein. Es gab Morddrohungen, Prügel, ihr Vieh verschwand oder wurde getötet. Diese Angriffe wurden nicht geahndet. Im Gegenteil: Obwohl Máxima eine Besitzurkunde über ihr Land besitzt, verklagte der Konzern sie des Landfriedensbruchs und bekam Recht!

          Das Urteil wiederum sorgte dafür, dass sie von Seiten der Bevölkerung große Unterstützung erhielt: es gab Demonstrationen in der Hauptstadt Lima und offene Briefe an die Regierung. „Agua sí, Oro no!“, „Wasser ja, Gold nein!“, riefen die Menschen auf den Straßen und „Gold kann man nicht trinken!“.

          Durch den großen öffentlichen Druck wurde das Conga-Projekt schließlich auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und Máxima in zweiter Instanz von allen Vorwürfen freigesprochen. Aber die Angriffe durch das Unternehmen hören bis heute nicht auf. Doch für Máxima ist klar: Aufgeben kommt nicht in Frage!

          Quellen

          -9.6224,-76.2012

          Maxima: Wenn ich aufgebe, wird das Land zur Wüst

          Peru

          Land

          Web | Social Media

          Weitere Infos

          Máxima, Dokumentarfilm,
          EN/SP 2019; 88 Minuten

          Filmwebsite: https://www.standwithmaxima.com/

          Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

          • Warum ist dies eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
          • Welche Verantwortung trägt der Staat für das Gemeinwohl und für die Wirtschaft? Inwieweit widersprechen sich die Interessen?
          • Was kann eine einzelne Person erreichen?

            Arbeitsaufträge

            • Recherchiert die Auswirkungen des Goldabbaus auf die Umwelt.
            • Diskutiert das Für und Wider des Goldabbaus in Hinblick auf mögliche Entwicklungsimpulse für die Region einerseits und Umweltzerstörung und der Verlust von Anbaufläche andererseits.

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            La Carreta

            La Carreta

            El Buen Vivir: Solidarische Kooperation statt Wirtschaftswachstum und Konkurrenz.

            La Carreta ist ein Zusammenschluss von Produzent*innen im Süden von Chile, die nicht nur ihre Produkte ökologisch anbauen. Die Grundlage ihrer Arbeit ist die Vision des „Buen Vivir“.

            Buen Vivir bezeichnet ein zentrales Prinzip in der Weltanschauung und Lebenspraxis indigener Gruppen aus dem Andenraum in Südamerika: das Streben nach einem guten und erfüllten Leben der Menschen in ihrer Gemeinschaft und dem Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur. Das Ziel ist nicht „mehr haben“, sondern ein Gleichgewichtszustand im „Guten Leben“.

            -40.4637,-73.1360

            La Carreta

            Chile

            Land

            ( Osorno, Región de Los Lagos, Chile)

            Web | Social Media

            Leitfragen zur Reflexion und Weiterarbeit

            • Warum ist La Carreta eine Geschichte nachhaltigen Handelns?
            • Was unterscheidet La Carreta von anderen Produzent*innen?
            • Welche Handlungsweisen und Ziele sind für die Perspektive des „Guten Lebens“ von Bedeutung?
            • Was bedeutet für Euch ein „Gutes Leben“?
            • Was ist die Kritik am Ziel des Wirtschaftswachstums?

              Arbeitsaufträge

              • Findet Beispiele solidarischer Landwirtschaft in Eurer Region.
              • Diskutiert über die Formel: „ökonomisches Wachstum = mehr Wohlstand = mehr Glück“ .
              • Recherchiert die Vorstellung aus Lateinamerika von einem „Guten Leben“ – „Buen Vivir“.

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